Für viele Menschen ist es sehr wichtig in ihrem Beruf Erfolg zu haben und viel Geld mit nach Hause zu bringen. Ist das als Fotograf überhaupt möglich?

Wie viel verdient man als berufstätiger Fotograf?

Gehalt in der Ausbildung

In der Ausbildung als Fotograf kann man nicht pauschal sagen, wie hoch das Gehalt ist. Denn dies kommt stets auf den Betrieb an, in dem der Auszubildende lernt. Doch eins ist sicher – Fotograf ist keine Ausbildung, mit der man reich wird. Handwerkliche Berufe wie der eines Fotografen, werden leider häufig stark unterbezahlt. Dank der neuen Verordnung des Azubi-Mindestlohns soll die Ausbildungsvergütung ab dem Jahr 2020 nun 515€ brutto im 1. Lehrjahr betragen und im Laufe der Ausbildung zunehmend steigen. Dies ist definitiv ein großer Schritt nach vorne, wenn man bedenkt, dass einige Auszubildende der letzten Jahre diese Summe erst in ihrem letzten Lehrjahr erhielten.

Natürlich kommt es auch manchmal vor, dass der Ausbilder ein höheres Gehalt zahlt als der vorgegebene Mindestlohn es vorschreibt. Doch verlassen sollte man sich darauf nicht.

Gehalt eines ausgelernten Fotografen

Gehalt Fotograf

Wie viel Geld man als berufstätiger Fotograf verdient, ist sehr unterschiedlich. Streng genommen gibt es keine Grenze nach oben.
Zunächst kommt es einmal darauf an, in welchem Bereich man arbeitet. Ist man in einem Fotostudio angestellt oder selbstständig unterwegs? Als Angestellter ist natürlich der Arbeitgeber bzw. der Tarifvertrag, an den dieser gebunden ist, für das Gehalt verantwortlich und legt fest, wie hoch dieses ist. Welcher Tarifvertrag hier gilt ist von der Branche sowie der Region abhängig. Denn wie viel Du als Fotograf verdienst, hängt auch immer davon ab in welchem Land bzw. Bundesland Du tätig bist.
Abgesehen vom allgemein geltenden Mindestlohn gibt es hier allerdings nicht wirklich einen Richtwert, an dem sich Arbeitnehmer orientieren können. Grob gesagt kann der monatliche Verdienst je nach Branche im Bereich zwischen 1.500€ und 3.500€ brutto liegen.

Der Lohn hängt auch davon ab, in welchem Schwerpunkt Du als Fotograf arbeitest und wie groß dein Unternehmen ist. Fotografen im Bereich der Produktfotografie arbeiten häufig für größere Firmen, die Aufträge von anderen Unternehmen bekommen. Deshalb können diese häufig mehr bezahlen als ein kleines Portraitstudio, das ausschließlich Aufträge von Privatkunden annimmt. Doch auch durch viel Berufserfahrung oder Fortbildungen kann sich der Verdienst natürlich oftmals im Laufe der Zeit steigern.

Als selbstständiger Fotograf ist man selbst für das Einkommen zuständig und muss schauen, dass man genügend Aufträge erhält. Auch in diesem Bereich gibt es große Differenzen. Manche Fotografen verdienen sehr viel Geld mit ihrem Beruf und haben sogar die Möglichkeit, Aufträge abzulehnen, die ihnen nicht zusagen. Andere halten sich im Gegensatz gerade so über Wasser und sind froh über jeden Auftrag, den sie bekommen.
Aus finanzieller Sicht bringt die Selbstständigkeit also immer ein gewisses Risiko mit sich. Auf der anderen Seite bist Du so aber nicht an ein festes Gehalt gebunden und hast viel Luft nach oben!


Beruf Fotograf – Spaß statt Geld?

Doch natürlich zählt in einem Beruf nicht nur das Geld, das man mit diesem verdient. Ein Beruf sollte auch immer Spaß mit sich bringen. Für viele Menschen, so wie auch für mich, ist es das „worst case“ Szenario einen Job auszuüben, zu dem man sich jeden Tag aufs Neue schleppen muss und welchen man nur des Geldes wegen macht. Als Fotograf bekommt man nicht nur viel Abwechslung geboten, sondern kann auch seine kreative Ader nutzen und seinen eigenen Stil ausleben.


Meine Sicht und Erfahrung

Da ich meine Ausbildung 2019 gestartet habe, zählt der aktuelle Mindestlohn leider nicht für mich. Dennoch habe ich mich trotz des geringen Lohnes bewusst für den Beruf des Fotografen entschieden. Denn für mich ging es in erster Linie um den Spaß und nicht um das Geld. Abgesehen davon, dauert die Ausbildung nur drei Jahre. Was man danach mit seinem Wissen anstellt und wie viel Geld man verdient, hat jeder in seinen eigenen Händen.
Ich kann also absolut ehrlich sagen, dass ich meine Entscheidung nicht bereue diese Berufsausbildung gewählt zu haben und ich diese jederzeit wieder treffen würde.

Fazit:
Fotograf gehört also zu den Berufen, die man des Spaßes und nicht des Geldes wegen lernen und ausüben sollte. Wer also ein leidenschaftlicher Fotograf ist, sollte sich nicht vom geringen Gehalt abschrecken lassen. Denn es kommt nicht nur aufs Geld an! Außerdem stehen Dir nach der Ausbildung jede Menge Wege offen, nicht nur was das Geld angeht.